Zur Navigation

Von Oruro nach La Paz

Am Dienstag, 12. März, verließ ich Oruro wieder, und begann die Etappe nach La Paz. Ich wusste, dass es in Caracollo, nur 37km von Oruro, Übernachtung gibt, und mit Sicherheit auch in Patacamaya, mehr oder weniger 130km von Oruro – eindeutig etwas zu weit.

Ich fuhr um 8:45 Uhr morgens los, und die Straße nach Caracollo führte übers Altiplano, und war wirklich sehr flach (wenn auch auf 3800m Höhe). Und so kam ich schon um 10:45 Uhr in Caracollo an – etwas zu früh, um nach einer Unterkunft zu suchen. Ich trank eine Limonade und entschied mich, weiter zu fahren, ohne zu wissen, wo entlang des Weges es eine Unterkunft gibt.

Nach Caracollo ging die Straße etwas mehr bergauf und bergab, und so fuhr ich etwas langsamer. Ich kam so um die 1 Uhr nachmittags in dem Dorf Panduro an – 30km von Caracollo entfernt, und etwa 70km von Oruro – doch konnte ich dort keine Unterkunft finden. Ich machte eine Pause und fuhr weiter. Nach weiteren 30km kam ich in Sica Sica an, einem anderen kleinen Dorf auf der Straße nach La Paz. Ich war jetzt ziemlich erschöpft – immerhin war ich 107km auf einer Höhe von 3800-4000m gefahren – und trank erst einmal eine Limonade. Ich fragte nach einer Unterkunft, und mir wurde gesagt, dass es etwas geben würde. Ich fuhr zur erwähnten Unterkunft, doch dort sagten sie mir, dass sie nichts hätten, dass es aber auf der anderen Seite der Straße etwas geben würde. Etwas verzweifelt ging ich über die Straße und fragte erneut. Zuerst sagten sie mir, dass sie gerade Arbeiten durchführen würden. Doch am Ende gelang es mir sie zu überzeugen, dass ich wirklich eine Unterkunft brauchte, und sie gaben mir ein Zimmer. Endlich konnte ich mich ausruhen, und das tat ich auch ausgiebig.

 

Sica Sica ist ein kleines Dorf, und es gibt nur wenig von touristischem Interesse. Es gibt aber eine recht alte Kirche, und auch der Dorfplatz ist recht groß. Ich machte einen Spaziergang durch das Dorf, und zum Abendessen ging ich zu einem extrem kleinen Restaurant, und hatte mal wieder Eier, Reis, und Kartoffeln...

Am nächsten Tag stand ich früh auf, um meine Fahrt nach La Paz fortzusetzen. Ich radelte die ersten 25km bis nach Patacamaya, und ich konnte doch spüren, dass meine Beine von der Anstrengung des Vortages noch recht müde waren. Ich trank erst einmal einen Kaffee, und überlegte, was zu tun. Am Ende entschied ich mich, einen Bus oder Minibus nach La Paz zu nehmen, denn auch die Wettervorhersage war nicht gut – Regen und Gewitter.

Am Ende nahm ich einen Minibus nach El Alto. Während der Fahrt konnte ich sehen, dass die Straße aufgrund von Bauarbeiten teilweise nicht in einem guten Zustand war – und ich war froh, dass ich da nicht mit dem Fahrrad entlang fahren musste.

Im Terminal von El Alto stieg ich aus und lud das Fahrrad wieder aus, und fuhr über die Autobahn von El Alto nach La Paz – eine Abfahrt von 10km, mit einem guten Ausblick über La Paz.

In La Paz suchte ich mir eine Unterkunft etwas abseits des Gringo Trails, um nicht im Zentrum des touristischen Kommerz zu sein, aber nahe genug dran, um die Infrastruktur zu nutzen.

Als ich mein Gepäck vom Fahrrad abnahm, konnte ich sehen, dass der Gepäckträger hinten einen Bruch hatte – was für eine Scheiße. Ich ging zu mehreren Fahrradgeschäften, doch keines hatte einen Gepäckträger. Ich schickte auch eine SMS an ein Fahrradgeschäft, dass ich im Internet gefunden hatte, aber auch ohne Erfolg. Es gab in La Paz keine Gepäckträger für Fahrräder.

Zum Glück habe ich eine Freundin in London als Kontaktpunkt, insbesondere für Notfälle. Ich schickte ihr ein Email, und sie kaufte in London in dem gleichen Geschäft, das auch mein Fahrrad auf die Reise vorbereitet hatte einen neuen Gepäckträger und schickte ihn mir per Kurier nach La Paz. Sie sagten ihr, dass er Montag ankommen müsste. Ich warte …

 

Heute machte ich einen Spaziergang durch das Zentrum von La Paz, bis zum Parlament. Danach ging ich ins Koka-Museum, das zwar interessant war, doch durchaus eine Aktualisierung gebrauchen könnte. Zum Mittagessen ging ich in ein indisches Restaurant, und danach ging ich zurück zum Hotel, um etwas zu schreiben und andere Sachen im Internet zu erledigen.

Tags:


Main menu 2

Blog | by Dr. Radut