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Potosí – Oruro

Gestern fuhr ich schließlich aus Potosí wieder los, nachdem ich Potosí für fast eine Woche als Basis für meine Aktivitäten hatte. Ich hatte viele Leute nach Übernachtungsmöglichkeiten zwischen Potosí und Challapata gefragt, und die meisten hatten mir gesagt, dass es in Yocalla (43km von Potosí) und höchstwahrscheinlich in Ventilla (62km von Yocalla – doch mit einem harten Anstieg) Übernachtung geben würde. Und so war mein Plan am ersten Tag bis nach Yocalla zu fahren, am zweiten Tag nach Ventilla, am dritten Tag nach Challapata, und am Ende von Challapata nach Oruro in ein oder zwei Tagen.
Die ersten 15-20km von Potosí ging es im wesentlich bergab – bis zu den Thermen von Tarapaya. Doch danach ging die Straße bergauf und bergab, bis hin nach Yocalla, wo ein weiterer Anstieg begann.

In Yocalla fragte ich einige Leute nach Übernachtungsmöglichkeiten, und sie sagten mir, dass es etwa nach 1-2km den Berg hoch Übernachtung geben würde. Und so begann ich den Anstieg. An einer Tankstelle fragte ich noch einmal, und wieder hieß es „1-2km den Berg hoch“. Ich fuhr weiter, und kam zum nächsten Dorf, wo es mehrere Restaurants und auch ein kleines Hotel gab. Leider sagten sie mir dort, dass alle Zimmer vergeben wären – wie merkwürdig. Ich fragte noch bei einigen größeren Gebäuden und Restaurants herum, doch es gab nichts... Schließlich entschied ich mich, den Bus bis nach Challapata oder vielleicht bis Oruro zu nehmen.

Doch zuerst aß ich zu Mittag, und dann begann ich das Warten auf den Bus. Kurz danach begann ein heftiges Gewitter – und was für eins, mit Hagel. Zunächst wartete ich draußen, durch ein überhängendes Dach vor dem Regen geschützt, und bald flüchtete auch ich mich in ein Restaurant, wo schon mehrere Leute Schutz gesucht hatten. Zum Glück hatte der Regen etwas nachgelassen als endlich ein Bus kam, und schnell war das Fahrrad im Bus verladen, und ich befand mich auf der Fahrt nach Oruro.
Der Bus hatte auf dem Weg nach Ventilla ganz schön zu klettern, und trotz des Regens waren die Aussichten beeindruckend.

In Challapata begann das Altiplano, doch ich fuhr weiter im Bus bis nach Oruro, wo ich um sechs Uhr abends ankam. Ich lud das Fahrrad wieder aus, und machte mich auf die Suche nach einem Hotel. Meine erste Wahl – aus dem Lonely Planet – gab es leider nicht mehr, und so fuhr ich zurück zum Terminal, denn dort in der Nähe war ein anderes Hotel.
Oruro ist eine größere Stadt, mit mehr als 200.000 EinwohnerInnen, und etwas Industrie, größtenteils in Verbindung mit dem Bergbau. Es gibt allerdings wenig touristische Infrastruktur, und Oruro liegt etwas abseits des 'Gringo Trail', und somit gibt es wenig ausländische TouristInnen. Zum Abendessen ging ich in ein Restaurant in der Nähe des Terminals, wo ich einen Salat und Pommes aß.

Am nächsten Tag frühstückte ich im Terminal, und danach machte ich einen Spaziergang durch die Stadt. Ich ging zum zentralen Platz der Stadt – ein Spaziergang von etwa 30 Minuten – und als ich so an der wichtigsten Avenida entlang spazierte fuhr eine Diesellok langsam in der Mitte der Straße die Avenida entlang.

Ich spazierte etwas durch das Zentrum von Oruro, und ging dann zu einem Bergbaumuseum, dessen Eingang durch eine Kirche war. Ich wartete in der Kirche darauf, ins Museum herein zu können – während des Gottesdienstes – das war schon etwas merkwürdig. Das Museum war nicht sonderlich beeindruckend, vor allem im Vergleich zum Bergwerksbesuch in Potosí.

Später ging ich dann zu einem Internet-Cafe, um meinen Blog mit Texten zu Potosí zu aktualisieren, und danach aß ich in einem Restaurant im Stadtzentrum zu Mittag. Danach ging ich zum Hotel zurück um meine Haare erneut mit Henna zu färben...
 

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Blog | by Dr. Radut