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Humahuaca – Abra Pampa – La Quiaca

Gestern war ein ziemlich anstrengender Tag – 86km von Humahuaca nach Abra Pampa. Doch das Anstrengende war nicht die Entfernung, sondern die Steigung – von Humahuaca, auf 2936m, stieg ich bis auf 3780m auf, um dann wieder etwas den Berg runter zu fahren, auf 3484m. Fast den ganzen Tag fuhr ich auf einer Höhe von mehr als 3000m – wesentlich mehr.

Ich war etwas besorgt über das Fahrrad fahren auf dieser Höhe, und insbesondere über 86km auf dieser Höhe (mit so viel Anstieg), doch gab es keine anderen Optionen. Am Ende lief alles gut – ich hatte keine Probleme mit der Höhe, und auch keine Probleme mit der physischen Anstrengung auf dieser Höhe – zum Glück, denn in Bolivien werde ich viel auf dieser Höhe Fahrrad fahren müssen.

Bei meiner Abfahrt aus Humahuaca war der Himmel noch bewölkt, doch nach 10km lichtete sich die Wolkendecke, und die Sonne kam durch. Von Anfang an ging es bergauf, fast die gesamte Zeit bis nach Tres Cruces – auf 3692m und 56km von Humahuaca entfernt – wo ich eine Pause machte. Die Ausblicke waren beeindruckend, und es war nicht wirklich möglich, diese mit meiner Kamera einzufangen.

Nach Tres Cruces ging es noch ein wenig weiter bergauf, bis ich den höchsten Punkt der Straße – und für mich auch Argentiniens – erreichte: 3780m.

Nach einem Anstieg über 56km – und von mehr als 800 Höhenmetern seit Humahuaca – begann die Abfahrt. Doch nicht sehr viel, denn Abra Pampa liegt immer noch auf einer Höhe von 3484m. Kurz nach Beginn der Abfahrt traf ich einen anderen Radfahrer, der gerade ein Foto machte. Ich hielt an, und wir unterhielten uns ein wenig. Es war aus Uruguay, doch kam er mit dem Fahrrad aus dem Süden von Argentinien und Chile. Er fuhr so um die 120km bis 200km am Tag – für mich viel zu viel. Wir fuhren zusammen weiter bis nach Abra Pampa, und unterhielten uns so lange es keinen Verkehr gab. Ich denke er fuhr die 28km bis Abra Pampa langsamer als üblich, während ich schneller als üblich fuhr.

Wir unterhielten uns über die Erfahrung des Reisens mit dem Fahrrad, die beeindruckende Landschaft (wir hielten nicht mehr an um Fotos zu machen – es war unmöglich, diese Landschaft mit der Kamera einzufangen), und andere Dinge. Wir kamen in Abra Pampa an, und er half mir, eine Unterkunft zu finden, und dann fuhr er wieder los, um bis nach La Quiaca zu fahren – mein Ziel für den nächsten Tag, und weitere 73km...

 

Abra Pampa ist ein Dorf, in dem nicht viel los ist. Meine Unterkunft ist sehr einfach (und billig) – ohne Wifi und ohne warmes Wasser in der Dusche. Ich ruhte mich etwas aus, und danach machte ich mich auf die Suche nach einer Limonade (die ich glücklicherweise auch fand). Ich ging zu meiner Unterkunft zurück, und später machte ich mich wieder auf den Weg, um ein Restaurant zu finden – das war schwieriger. Am Ende aß ich Pommes Frites am zentralen Platz von Abra Pampa, und kaufte ein Bier und einen Saft für später. Auf meinem Zimmer aß ich noch etwas Brot mit Avocado und Tomate, und schloss den Tag damit ab, diesen ersten Teil des Artikels für meinen Blog zu schreiben.

 

Heute wachte ich um 7:30 Uhr auf, stand aber nicht vor 7:30 Uhr auf. Ich frühstückte, und fuhr so um die 8:30 Uhr los. Der Himmel war ziemlich bewölkt, und es wehte ein kalter und starker Wind von vorne, und so fuhr ich nicht sehr schnell. Nach ein oder zwei Stunden ließ der Wind nach, und ich fuhr weiter in Richtung La Quiaca. Ich radelte durch ein Tal, mit den Bergen auf beiden Seiten in der Ferne. Manchmal sah ich Lamas an der einen oder anderen Straßenseite, und manchmal kam ich durch winzige Dörfer.

Nach drei oder vier Stunden kam ich durch Pumahuasi, dem letzten Dorf vor La Quiaca, und sah am Rand der Straße zwei Fahrräder, und in der Nähe saßen zwei Personen auf einer Mauer. Ich hielt an, und wir unterhielten uns ein wenig. Sie kamen aus Frankreich, und waren seit 2½ Jahren unterwegs, zuerst durch Westafrika und dann mit dem Schiff von Dakar nach Buenos Aires. Wir unterhielten uns ein wenig, und dann fuhr ich weiter, denn ich wollte recht früh in La Quiaca ankommen. Fuer die letzten 20km brauchte ich etwa 1½ Stunden, und ich kam so um die 1 Uhr mittags in La Quiaca an. Ich suchte mir eine Unterkunft, und ging dann erst einmal Mittag essen. Danach kehrte ich zum Hostel zurück, duschte mich, wusch etwas Wäsche, und ruhte mich aus.

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