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Von Frías nach San Pedro de Guasayán

Gestern hatte ich einen Ruhetag in Frías. Ich frühstückte etwas später als gewöhnlich im Hotel, und machte dann einen Spaziergang durch das Zentrum der Stadt. Dabei hielt ich auch nach einem Geschäft Ausschau, wo ich ein paar Schrauben für mein Fahrrad kaufen konnte (als Reserve). Der Himmel war bewölkt, und so war die Temperatur wesentlich erträglicher.

Die Eisenbahnlinie schneidet die Stadt Frías in zwei Hälften, und auf beiden Seiten der Eisenbahn gibt es einen großen Platz, und so etwas wie ein Zentrum. Doch der Platz westlich der Eisenbahnlinie ist eindeutig der wichtigere, mit mehr Leben – zumindest vor und nach der Siesta-Zeit.

Es gibt nicht viele Restaurants, und noch weniger, die auch über Mittag geöffnet sind, doch am Ende fand ich etwas, wo ich zu Mittag essen konnte (mal wieder Salat).

Am Abend vorher hatte ich mich mit einem Arzt unterhalten der auch irgendwie mit dem Hotel verbunden ist, in dem ich übernachtete, und wir sprachen über alles mögliche. Er gab mir eine Zeitschrift über Tourismus im Norden von Argentinien und Chile, die interessante und nützliche Informationen enthielt. Ich machte Kopien der Seiten mit der nützlichen Information, und recherchierte ein wenig die Optionen für meine Reise nach der Ankunft in Tucumán.

Am Abend – nach der Siesta-Zeit, die hier fast bis 7 Uhr geht – machte ich einen weiteren Spaziergang durch das Zentrum, doch fand ich nicht wirklich etwas zum Abendessen. Am Ende aß ich im selben Restaurant zu Abend, in dem ich am Vortag bereits zu Mittag gegessen hatte, und aß wieder eine Pizza (aber eine andere). Ich ging zurück zum Hotel, um den Rest der Flasche Wein vom Vorabend zu trinken, und ging dann früh zu Bett.

 

Heute stand ich wieder früh auf, so um 5:45 Uhr morgens, und frühstückte um 6:15 Uhr. Um 6:30 Uhr war ich abfahrbereit. Doch beim Verlassen des Hotels fiel mir auf, dass das Fahrrad einen platten Reifen am Hinterrad hatte – der erste platte Reifen dieser Radtour. Ich flickte den Schlauch, während ich mich gleichzeitig mit den Kindern einer der Frauen, die im Hotel arbeiten, unterhielt. Um 7:20 Uhr war ich wieder abfahrbereit, und fuhr los.

Am Vormittag war der Himmel wieder stark bewölkt – zum Glück – und so kam ich bis Lavalle – ca. 50km von Frías entfernt – zügig voran. In Lavalle hielt ich an um eine Limonade zu trinken. Ich traf dort auch ein Paar aus San Pedro, und sie sagten mir, dass es in San Pedro Unterkunft gibt. Ich fuhr wieder los, und kam so um 11:30 Uhr in San Pedro an. Ich machte erst einmal eine Runde durch das Dorf, konnte aber keine Unterkunft finden. Ich trank dann eine weitere Limonade am Dorfplatz, und fragte ein wenig herum. Am Ende fand ich die Unterkunft, doch gibt es da kein Schild “pensión” oder “alojamiento”. Ich ging danach dann erst einmal einkaufen – ich hatte bei meiner Ankunft kein Restaurant oder eine parrilla oder etwas ähnliches gesehen, und so brauchte ich ein paar Dinge für das Mittagessen und das Abendessen – und für das Frühstück am nächsten Tag. Danach duschte ich mich und ruhte mich aus.

Am Nachmittag machte ich noch einmal einen Spaziergang durch das Dorf, doch es war alles geschlossen. Wie Frías ist auch das Dorf San Pedro durch die Eisenbahn geteilt, doch die beiden Teile von San Pedro sind auch Teil verschiedener Provinzen Argentiniens. In Frías erzählte mir der Arzt, dass es noch Güterzüge von Bolivien nach Buenos Aires gäbe, doch als ich den Zustand der Gleise sah, konnte ich mir das nur schwer vorstellen.

Der Dorfplatz von San Pedro ist sehr groß, doch es gibt nicht viel drumherum – und an einem Sonntag Nachmittag noch weniger.

Am Ende ging ich zu meiner Pension zurück, um noch etwas im Hof der Pension zu schreiben. Es war jetzt weniger heiß und es gab mehr Schatten, und ich bevorzugte es, draußen zu sitzen, und nicht in meinem Zimmer.

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Blog | by Dr. Radut