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Queeres

Wir nehmen uns unseren Pride wieder zurück

Am 29. Juni 2019 nahmen wir vom Bloque Critico - Disidencias del Sur am "offiziellen" Sevilla Pride 2019 teil, d.h. kapitalistischer Pride, entpolitisiert, kommerzialisiert, homonormalisiert. Aber wir sind nicht still! Wir behaupten unseren Pride, einen politischen Pride, einen Pride der Dissidenz, einen Pride der Revolte.

Männer (hetero, cis, weiß), ihr habt ein Problem: eure Gewalt.

Der 8. März rückt näher, der feministische Streik, eine wichtige Mobilisierung des Feminismus. Es ist absehbar, dass einige Männer (ich sage nicht "viele") an diesen Demonstrationen teilnehmen werden, eine kleinere Zahl wird noch am selben Tag die Aufgaben der Pflege übernehmen. Die meisten werden zu Hause bleiben, im Stillen. Andere, sichtbarer seit dem Ausbruch von Vox in der politischen Szene und der rechten Wendung von Casados Partido Popular mit ihrem monochordischen Diskurs der "Gender-Ideologie", werden sich diesem offen widersetzen und ihre Männlichkeit behaupten.

Überdrüssig der täglichen Invalidierung meiner Existenz.

Die Erfahrung meines genderqueeren, nicht-binären Lebens.

Fast jeden Tag wird mir meine Existenz verwehrt, aber hier bin ich, und ich existiere. Aber ja, ich habe es satt, genervt von der fast täglichen Leugnung meiner Existenz, meiner Identität als genderqueerer, nicht-binärer Mensch. Ich habe es satt, dass mich die Leute in ihre binären Boxen stecken - Mann-Frau - Boxen, in die ich nicht passe, Boxen, die mir das binäre Geschlechtssystem aufzwingen, ohne dass mich eine Person fragt, ob ich zustimme oder nicht. Wie oft, wenn mich ein Mensch im Supermarkt als "Herr" begrüßt, möchte ich antworten: "Verflucht! Ich bin kein Mann, und du hast nicht das Recht, mir diese Identität aufzuzwingen!" Aber das tue ich nicht. Ich habe nicht für jedes Mal die Kraft, wenn mir ein Mensch auferlegt, wie er mich liest (ohne mich zu fragen), um es zu korrigieren.

 

Der Traum ist aus!

Persönliche Betrachtungen zum Tod von Rio Reiser (Ton Steine Scherben) - * 9. Januar 1950; † 20. August 1996


Ich schrieb diesen Artikel im September 1996, kurz nach dem Tod von Rio Reiser, für die gewaltfrei-anarchistische Zeitschrift ‘Graswurzelrevolution’. Er wurde in GWR Nr. 212, Oktober 1996, veröffentlicht (https://www.graswurzel.net/212/scherben.shtml). Im März 2017 fügte ich – zunächst in der spanischen Übersetzung – eine Aktualisierung hinzu.

Buchbesprechung: Gay propaganda. Russian Love Stories

Masha Gessen & Joseph Huff-Hannon (Hrsg.), OR Books, New York und London, 2014
ISBN 978-1-939293-35-0 (Taschenbuch), 978-1-939293-36-7 (e-book)
Russisch und Englisch, 224 Seiten

Dieses Buch wurde in kurzer Zeit erstellt, damit die Veröffentlichung zur Winterolympiade im russischen Sochi erfolgen konnte, und man merkt es dem Buch an, denn – und das geben die HerausgeberInnen auch offen zu – das Spektrum der im Buch enthaltenen Erfahrungen ist doch stark begrenzt auf im wesentlichen besser stehende russische Schwule und Lesben, überwiegend in Paarbeziehungen lebend und mit der Möglichkeit ins Ausland zu reisen, sowie einem höheren Bildungsstand. Die Veröffentlichung des Buches ist eine Antwort auf die Welle staatlich unterstützter Homophobie in Russland, die in dem Gesetz, mit dem „Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen“ verboten wird – oft eng interpretiert als Verbot der Propaganda für Homosexualität, auch wenn tatsächlich ein breiteres Spektrum nicht-patriarchaler sexueller Beziehungen potenziell betroffen ist (siehe z.B. ILGA Europe, 11. Juni 2013).

Mein genderqueer Manifest

Dieses genderqueer Manifest ist eine sehr persönliche Angelegenheit – es beansprucht nicht, ein kollektives Manifest zu sein, für eine Gruppe oder für eine Bewegung zu sprechen. Es ist meines, und nur meines, aber ich mache es trotzdem öffentlich, denn ich denke, dass das Private politisch ist, und umso mehr, wenn es um gender1 geht.

Dringende medizinische Hilfe für kolumbianischen KDV und Schwulen/Lesben/Bi/Trans-Aktivisten


Salvador redet über Gewaltfreiheit: http://youtu.be/HWKrdVP860s


Salvador, langjähriger Aktivist der Kriegsdienstverweigerer-Gruppe “Quinto Mandamiento” in Barrancabermeja (https://quintomandamiento.wordpress.com/), braucht dringende medizinische Hilfe.


Eine Kritik von Militarisierung und militärischer Rekrutierung aus queerer und Geschlechterperspektive

Das Militär redet bei seinen Rekrutierungskampagnen, die häufig auf junge Menschen abzielen, viel von Gleichheit der Geschlechter und sexueller Orientierungen. Da wesentlich mehr junge Menschen diesen Rekrutierungskampagnen ausgesetzt sind als letztlich sich beim Militär verpflichten ist der Einfluss dieser Darstellungen weitergehend. Ich schreibe dies aus der Perspektive eines schwulen Mannes.

Militarisierung und Männlichkeiten


Sich dem Militarismus zu verweigern ist nicht möglich ohne die Verweigerung hegemonialer Männlichkeit

  • Andreas Speck, War Resisters' International

Zwischen allen Stühlen?

Schwul in der gewaltfreien Bewegung
- gewaltfrei in der Schwulenbewegung

Als schwuler Mann in der gewaltfreien Bewegung aktiv zu sein, ist nicht immer ganz einfach. Ebenso ist es nicht unkompliziert, als Gewaltfreier sich in der Schwulenbewegung zu engagieren, oder sich gar in der schwulen Szene »zu Hause« zu fühlen. Es scheint, als liessen sich diese beiden Facetten meiner Persönlichkeit nur schwer miteinander vereinbaren. Das Gefühl stellt sich ein, »zwischen allen Stühlen« zu sitzen und nirgendwo richtig dazu zu gehören, nirgendwo mit der ganzen Persönlichkeit akzeptiert zu werden.

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by Dr. Radut