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Queeres

Der Traum ist aus!

Persönliche Betrachtungen zum Tod von Rio Reiser (Ton Steine Scherben) - * 9. Januar 1950; † 20. August 1996

Ich schrieb diesen Artikel im September 1996, kurz nach dem Tod von Rio Reiser, für die gewaltfrei-anarchistische Zeitschrift ‘Graswurzelrevolution’. Er wurde in GWR Nr. 212, Oktober 1996, veröffentlicht (http://www.graswurzel.net/212/scherben.shtml). Im März 2017 fügte ich – zunächst in der spanischen Übersetzung – eine Aktualisierung hinzu.

Buchbesprechung: Gay propaganda. Russian Love Stories

Masha Gessen & Joseph Huff-Hannon (Hrsg.), OR Books, New York und London, 2014
ISBN 978-1-939293-35-0 (Taschenbuch), 978-1-939293-36-7 (e-book)
Russisch und Englisch, 224 Seiten

Dieses Buch wurde in kurzer Zeit erstellt, damit die Veröffentlichung zur Winterolympiade im russischen Sochi erfolgen konnte, und man merkt es dem Buch an, denn – und das geben die HerausgeberInnen auch offen zu – das Spektrum der im Buch enthaltenen Erfahrungen ist doch stark begrenzt auf im wesentlichen besser stehende russische Schwule und Lesben, überwiegend in Paarbeziehungen lebend und mit der Möglichkeit ins Ausland zu reisen, sowie einem höheren Bildungsstand. Die Veröffentlichung des Buches ist eine Antwort auf die Welle staatlich unterstützter Homophobie in Russland, die in dem Gesetz, mit dem „Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen“ verboten wird – oft eng interpretiert als Verbot der Propaganda für Homosexualität, auch wenn tatsächlich ein breiteres Spektrum nicht-patriarchaler sexueller Beziehungen potenziell betroffen ist (siehe z.B. ILGA Europe, 11. Juni 2013).

Mein genderqueer Manifest

Dieses genderqueer Manifest ist eine sehr persönliche Angelegenheit – es beansprucht nicht, ein kollektives Manifest zu sein, für eine Gruppe oder für eine Bewegung zu sprechen. Es ist meines, und nur meines, aber ich mache es trotzdem öffentlich, denn ich denke, dass das Private politisch ist, und umso mehr, wenn es um gender1 geht.

Dringende medizinische Hilfe für kolumbianischen KDV und Schwulen/Lesben/Bi/Trans-Aktivisten


Salvador redet über Gewaltfreiheit: http://youtu.be/HWKrdVP860s


Salvador, langjähriger Aktivist der Kriegsdienstverweigerer-Gruppe “Quinto Mandamiento” in Barrancabermeja (https://quintomandamiento.wordpress.com/), braucht dringende medizinische Hilfe.


Eine Kritik von Militarisierung und militärischer Rekrutierung aus queerer und Geschlechterperspektive

Das Militär redet bei seinen Rekrutierungskampagnen, die häufig auf junge Menschen abzielen, viel von Gleichheit der Geschlechter und sexueller Orientierungen. Da wesentlich mehr junge Menschen diesen Rekrutierungskampagnen ausgesetzt sind als letztlich sich beim Militär verpflichten ist der Einfluss dieser Darstellungen weitergehend. Ich schreibe dies aus der Perspektive eines schwulen Mannes.

Militarisierung und Männlichkeiten


Sich dem Militarismus zu verweigern ist nicht möglich ohne die Verweigerung hegemonialer Männlichkeit

  • Andreas Speck, War Resisters' International

Zwischen allen Stühlen?

Schwul in der gewaltfreien Bewegung
- gewaltfrei in der Schwulenbewegung

Als schwuler Mann in der gewaltfreien Bewegung aktiv zu sein, ist nicht immer ganz einfach. Ebenso ist es nicht unkompliziert, als Gewaltfreier sich in der Schwulenbewegung zu engagieren, oder sich gar in der schwulen Szene »zu Hause« zu fühlen. Es scheint, als liessen sich diese beiden Facetten meiner Persönlichkeit nur schwer miteinander vereinbaren. Das Gefühl stellt sich ein, »zwischen allen Stühlen« zu sitzen und nirgendwo richtig dazu zu gehören, nirgendwo mit der ganzen Persönlichkeit akzeptiert zu werden.

Tanz und Revolution - Tanz statt Revolution?

Ketzerische Nachbetrachtungen zum Christopher Street Day in Oldenburg

12-15.000 Schwule und Lesben (und FreundInnen) beteiligten sich in diesem Jahr am CSD und zogen unter dem Motto "normal gibt’s nicht" in einem bunten Zug durch die Stadt - oder vielmehr tanzten. Zahlreiche Menschen schauten sich dieses Spektakel, das eigentlich auch eine Demonstration sein sollte, an. Politische Forderungen waren jedoch kaum zu sehen, es ging irgendwie um Schwule und Lesben, und auf viel mehr hätten sich die an dieser "Parade" Beteiligten wohl kaum einigen können. Ein Erfolg also?

 

Kollektive Identitäten: Falle oder Mittel zum Empowerment?

Kollektive Identitäten – „wir" als ‘queers’, als was für eine Gruppe auch immer – werden häufig als empowerernd angesehen, indem sie ein Gefühl der Zugehörigkeit bieten. Auf der anderen Seite produzieren kollektive Identitäten durch ihre Existenz neue Grenzen des ‘drinnen’ und ‘draussen’, und neue Normen des Verhaltens, die die Freiheit der Menschen, zu sein und zu tun, einengen. Nicht nur können Identitäten disempowerend sein, sie können auch das Leben von Menschen bedrohen, wie nationalistische und homophobe Angriffe zeigen.

Frauen sollen die Effizienz der Tötungsmaschine erhöhen

Bringt das Urteil des Europäischen Gerichtshofes mehr als eine Feminisierung Tucholsky's?

Am 11. Januar entschied der Europäische Gerichtshof, dass der Ausschluss von Frauen aus der Bundeswehr nicht mit EU-Recht vereinbar ist. Relativ einheitlich wurde das Urteil in der Presse und von PolitikerInnen als Erfolg für die Gleichberechtigung der Frauen begrüsst. Doch bringt das Urteil wirklich mehr als eine Feminisierung Tucholsky's? Zweifel sind angebracht. (Red.)

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