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Nein zu Atomkraft

Geburt einer neuen Anti-AKW-Bewegung in Großbritannien


Erfolgreiche Blockade des Atomkraftwerks Hinkley Point am 3. Oktober 2011

Am 19. Juli 2011 wurden die sechs „National Policy Statement for Energy“ [1] - darunter vor allem das umstrittene zu Atomkraft – von Energie- und Klimaminister Chris Huhne (LibDem) verabschiedet. Dies war ein entscheidender Schritt in Richtung des Neubaus von bis zu acht Atomkraftwerken in Grossbritannien. Doch wer dachte, es gaebe dagegen keinen Widerstand, die/der hat sich getäuscht. Am 3. Oktober blockierten bis zu 400 Menschen das Atomkraftwerk Hinkley Point in Somerset. Dort will EDF zwei EPR-Reaktoren bauen. Andreas Speck, einer der OrganisatorInnen der Blockade, berichtet. (Red.)

Noch vor einem Jahr klang es utopisch, als ich die Idee vorstellte, eine Blockade des Atomkraftwerkes Hinkley Point mit mehreren Hundert Menschen zu organisieren. Im September 2010 beteiligten sich vielleicht etwa 60 Menschen an einer Demonstration vor dem AKW, und am 4. Oktober 2010 blockierten wir zu siebt für etwa vier Stunden die Zufahrt zum AKW. Und da sollte es möglich sein, Hunderte für eine gewaltfreie Blockade zu gewinnen?

Großbritannien: AKW-Gegner freigesprochen

Am 22. Februar 2010 blockierten etwa 15 AtomkraftgegnerInnen für acht Stunden das Atomkraftwerk Sizewell in Suffolk in England [Bericht]. Fünf von ihnen hatten sich mit „Lock-ons“ und an einen Betonblock angeschlossen. Vier der Angeschlossenen (eine hatte die Blockade aufgrund der Wetterbedingungen abgebrochen) waren festgenommen worden, und wurden wegen „Nichtbefolgung einer Aufforderung der Polizei, das (private) Land zu verlassen“ (Sektion 69 des Criminal Justice and Public Order Act 1994) angeklagt.

Lokale Demokratie entsorgt!


Während die britische Regierung die mängelhafte Konsultation zu Atomkraft beendet, eskalieren AtomkraftgegnerInnen den Widerstand und blockieren das AKW Sizewell in Suffolk, England.

Blockade of Sizewell nuclear power station, 22 February 2010

Atomausstieg sofort!

Der Sofortausstieg ist machbar - wirtschaftliche Interessen stehen dagegen!

Kaum jemand hätte vor wenigen Jahren gedacht, daß die Anti-AKW- Bewegung einmal soweit kommen würde, daß die Herrschenden in ihrer Rhetorik den Ausstieg aus der Atomenergie zum Programm erheben müssen - auch wenn die Realität der sogenannten Energiekonsensgespräche anders aussieht. Doch die politischen Widerstände sind groß, auch wenn technisch ein Atomausstieg weiterhin machbar ist. Ein Überblick. (Red.)

Die Anti-Castor-Bewegung im Lichte des Movement Action Plan

Silke Kreusel/Andreas Speck

Spätestens seit dem Sommer 1994, als der Alarm „der Castor kommt“ im Wendland eine Vielzahl von Aktivitäten bis zu einem zweiwöchigen Hüttendorf entstehen ließ, war klar, daß die Anti-Atom-Bewegung, zuvor scheinbar im Tiefschlaf versunken, wieder zum Leben erwacht war. Doch die Bewegung gegen Castor-Transporte ist nicht aus dem Nichts entstanden. Schließlich war es schon der fünfte Castor-Alarm, der im Sommer 1994 zum nicht mehr: übersehbaren Start der Bewegung führte.

Castor-Transporte: X-tausendmal quer-überall

Workshop auf der Tagung "Konflikte in Deutschland", Evangelische Akademie Bad Boll, 12.–14.02.1999

Andreas Speck, Patchwork – Verein zur Förderung demokratischer Selbstorganisation e.V.

 

Im März 1997 blockierten 9.000 Menschen den 3. Castor-Transport nach Gorleben direkt am Verladekran in Dannenberg und hielten so den Transport für mehrere Stunden auf. Es handelte sich um die größte gewaltfreie Blockadeaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

Atomenergie – Der lange Weg zum Ausstieg

Workshop auf der Tagung "Konflikte in Deutschland", Evangelische Akademie Bad Boll, 12.–14.02.1999

Andreas Speck, Patchwork – Verein zur Förderung demokratischer Selbstorganisation e.V.

Castortransporte nach Ahaus: Ein Dilemma für den Staat

Am von der Atomlobby erhofften "Ausweichstandort" Ahaus regt sich der Widerstand

Ob gewaltfrei oder militant: Hauptsache Widerstand!?

Notwendige Anmerkungen zu den Anti-Castor-Aktionen im Wendland und anderswo

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by Dr. Radut