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Anarchismus

Venezuela: Eine neue Autonomie sozialer Bewegungen?

Als am 4. Februar 2014 in Venezuela, im Staat Táchira, nahe der Grenze mit Kolumbien, StudentInnen auf die Straße gingen, um gegen die sexuelle Belästigung einer Studentin zu demonstrieren, konnte noch niemand ahnen, dass dies der Beginn einer massiven Protestwelle sein würde. Doch die Verhaftung einiger StudentInnen während der Demonstration brachte eine Protestwelle ins Rollen, die auch heute noch andauert. Dieser Artikel ist ein Versuch, durch den Nebelschwaden der Propaganda aller Seiten eine klare Sicht auf die Ereignisse zu bekommen. (GWR-Red.)

Howard Clark (* 6 März 1950, ✝ 28. November 2013)

Am 28. November verstarb plötzlich und unerwartet Howard Clark, Pazifist, Anarchist, Vorsitzender der War Resisters' International, Freund, und vieles mehr, an einem Herzinfarkt. Es sickert nur so langsam durch, dass Howard, der in den letzten 20 Jahren meines Lebens ein wichtiger Begleiter war, jetzt nicht mehr unter uns weilt.


Warum ich nicht mehr auf Facebook/Twitter usw bin

Vor ungefähr zwei Monaten habe ich meine Benutzerkonten bei Facebook, Google+ und Twitter suspendiert, und meinen Skype-Zugang habe ich sogar noch früher aufgegeben. Mit diesen Schritten habe ich den populären sogenannten "sozialen Netzwerken" und Kommunikationsplatformen den Rücken gekehrt. Doch warum?
 

Nach Strasbourg: Zum Umgang mit der Gewalt in den eigenen Reihen

Je mehr Gewalt, desto weniger Revolution “, schrieb Bart de Ligt bereits 1936 in “The Conquest of Violence”. Folgt man dem, gab es in Strasbourg trotz aller Revolutionsromantik aus bestimmten Kreisen sehr wenig Revolution. Ich stelle dies vorweg um klar zu machen, dass es hier um eine Kritik aus revolutionärer Perspektive geht, und nicht um eine grün- oder Linkspartei staatsreformistische, das staatliche Gewaltmonopol bejahende Kritik an Gewalt.

Ein Festival für Deserteure

Russische AntimilitaristInnen demonstrierten gegen den Krieg in Tschetschenien

Der 23. Februar ist in Russland heute der "Tag der Verteidiger des Vaterlandes" (ehemals "Tag der Roten Armee") und offiziell ein Feiertag. Vor 61 Jahren, am 23. Februar 1944, fanden auf Anordnung Stalins die Deportationen der TschetschenInnen und InguschetInnen statt. Die "Autonome Aktion Moskau" nimmt diesen "Feiertag" bereits seit Jahren zum Anlass, auf den Krieg in Tschetschenien aufmerksam zu machen. In diesem Jahr organisierte sie ein "Festival der Deserteure" in Moskau. (Red.)

Mühsams Eiertanz um die "Homosexualität"

Über Mühsams unbekannte Schrift "Die Homosexualität"
aus Graswurzelrevolution, Oktober 1996

Überrascht war ich, als ich bei einem Streifzug durch die örtliche linke Buchhandlung im Regal "Schwulenliteratur" Erich Mühsams Streitschrift zur Homosexualität entdeckte. Von der Existenz einer solchen war mir bisher nichts bekannt, und das, obwohl diese Streitschrift Mühsams erste selbstständige Veröffentlichung war.

‘Nebenwiderspruch’ Homosexualität?

Auch der Anarchismus hatte und hat so seine Probleme mit dem ‘Laster’

Der Anarchismus propagiert die Freiheit des/der Einzelnen als oberstes Ziel. Das Individuum ist ihm Ausgangsbasis und Bezugspunkt für die aufzubauende freie Gesellschaft – und für den Weg dorthin. Nicht ohne Grund wurde die ‘freie Liebe’ – auch wenn sie in der Regel gründlich mißverstanden wurde – gerade von AnarchistInnen am vehementesten propagiert. Müßte da nicht – konsequenter Weise – der homosexuellen Liebe gerade unter AnarchistInnen aufgeschlossen begegnet worden sein? Doch ganz so einfach ist es leider nicht. (Red.)

Je mehr Gewalt, desto weniger Revolution

Denn die Revolution bedeutet nichts, wenn sie nicht ein Kampf für Menschlichkeit ist, gegen all das, was unmenschlich und des Menschen unwürdig ist. Deswegen haben wir immer erklärt, daß, je mehr es an wirklicher Revolution gibt, um so weniger Gewalt gibt es:

Je mehr Gewalt, desto weniger Revolution

(Bart de Ligt)

 

 

GEGEN DIE LOGIK DER (REVOLUTIONÄREN) GEWALT

 

(...)

"Wir sprechen allen revolutionären Gewalthandlungen jede sittliche, sozialistische Würde entschieden ab. Die Gewalt, immer Attentat gegen den Menschen, steht im schärfsten Widerspruch zum Geist des sozialistischen Ideals. (...) Es liegt für die Gewalt auch darin keine Rechtfertigung, daß sie im Namen der Interessen und Leiden der Mehrheit der arbeitenden und bedrückten Menschheit angewandt wird,"(1) diese äußerung des russischen Sozialrevolutionärs Isaak Steinberg, zeitweilig Volkskommissar für Justiz nach der russischen Revolution, führt zu einem zentralen, mit der Frage der Anwendung "revolutionärer" Gewalt verbundenen Problem: jede Gewaltanwendung steht im Widerspruch zur angestrebten Utopie der sozialistischen (2) bzw. gewaltfreien und herrschaftslosen Gesellschaft.

Jede Bewertung politischer Aktionen und der angewendeten Mittel muß ihre Maßstäbe aus dem angestrebten Ziel nicht nur der einzelnen konkreten Aktion, sondern der politischen Utopie entwickeln - so sie denn vorhanden ist. Alles andere führt zu einer Beliebigkeit der Mittel, zu der Leerformel "Der Zweck heiligt die Mittel", mit der in der Geschichte von allen Seiten noch jede Grausamkeit gerechtfertigt wurde.

 

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by Dr. Radut