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Von Villaguay nach Paraná

Das war so nicht geplant. Doch am Ende machte ich gestern 160km – von Villaguay bis nach Paraná. Der Plan war, nur bis Viale zu fahren – 110km von Villaguay – und dort zu übernachten.

Ich fuhr von Villaguay noch früher los als üblich – um 6:30 Uhr morgens. Ich wusste, dass es ca. 75km von Villaguay eine Tankstelle gibt – zu weit für die erste Pause. Daher plante ich, etwa bei km100 der RN18 – nach ca. 55km – eine erste Pause zu machen. Das klappte gut. Genau am km100 gab es eine Bushaltestelle, die mir etwas Schatten gab.

Das war nicht der schönste Ort, doch Schatten war wichtiger. Ich machte keine lange Pause – ich trank etwas Wasser, aß ein paar Plätzchen, und ruhte mich etwas aus, und dann war ich schon wieder auf der Straße, fuer weitere 55km.

An der Tankstelle – etwa bei km75 oder 70 der RN18 – machte ich eine weitere Pause, trank eine Mirinda und füllte meine Wasserflaschen auf. Auch das war keine lange Pause – es war noch zu früh für ein Mittagessen.

Ich kam in Viale so um 12:30 Uhr an. Ich fuhr erstmal zum zentralen Platz der Stadt (oder des Dorfes) – ein großer Platz mit vielen Bäumen und viel Schatten, aber nicht viel mehr. Dort aß ich zu Mittag, und ruhte mich etwas aus.

Und dann machte ich mich auf die Suche nach einer Pension oder einem Ort zum Übernachten. Ich hatte bei meiner Ankunft ein Alojamiento gesehen, und ging erst einmal dort hin. Doch niemand antwortete, als ich an der Tür klingelte. Ich fragte einen Nachbarn, der mir etwas von einem anderen Alojamiento sagte, doch das schien es nicht zu geben. Ich hatte auch im Internet etwas gegeben – doch aus das gab es nicht (mehr). Ich fuhr also zurück zum ersten Alojamiento, und suchte im Internet nach deren Telefonnummer. Ich rief an, und jemand antwortete und sagte mir mit sehr unfreundlicher Stimme, dass sie keine Unterkunft für eine Person hätten. Also entschied ich mich, etwas zu warten, und bis nach Paraná weiter zu fahren – weitere 52km.

Ich fuhr um 3:30 nachmittags los. Ich kalkulierte, dass ich wahrscheinlich ca. 4 Stunden brauchen würde, und ich wollte nicht zu spät ankommen – im Dunkeln. Es war um 3:30 Uhr noch ziemlich heiß, doch gab es eigentlich keine anderen Optionen. Die ersten 10-20km waren mehr oder weniger OK, doch danach wurde es etwas hügeliger (nicht wirklich hoch, doch ich war müde), und auch die Hitze und die Sonne hatten ihre Wirkung. Ich benötigte mehr Pausen, und am Ende, ca. 16km vor Paraná, fand ich einen Platz neben der Straße im Schatten von Bäumen... Eine Pause, und raus aus der Sonne. Ich hatte mittlerweile alles Wasser aus meinen Fahrradflaschen getrunken, doch hatte ich noch meine 2l Reserve, und diese brauchte ich jetzt.

Die letzten 16km waren ziemlich hart. Nach weniger Kilometern begann die urbane Zone, und aufgrund des Verkehrs war das Fahrrad fahren ziemlich anstrengend. Am Ende kam ich endlich im Zentrum von Paraná an, und ging zum Paraná Hostel, das ich im Lonely Planet gesehen hatte. Das war sehr leicht zu finden, und ich checkte in und duschte. Danach hatte ich ein paar Bier, und unterhielt mich mit ein paar Leuten – einer von ihnen ein Rapper. Rap ist nicht wirklich meine Musik, doch wir unterhielten uns ein bisschen.

Später ging ich dann Abend essen, und ich ging zu einer Bar/einem Restaurant am Rande des zentralen Platzes von Paraná, und die hatten etwas vegetarisches, das zur Abwechslung nicht Pasta oder Pizza war – Zucchini gefüllt mit Mais und Gemüse aus dem Wok. Ich hatte keine Zweifel und ging rein, und hatte ein sehr nettes Abendessen. Die Bedienung hatte mich früher mit meinem Fahrrad gesehen, und fragte mich woher ich sei und ob ich mit dem Fahrrad unterwegs sei. Wir unterhielten uns ein wenig, und am Ende zahlte ich, und ging zurück zum Hostel und ging früh zu Bett.

Heute ist ein Ruhetag, und ich muss auch meiner Weiterfahrt nach Santa Fe organisieren, denn es gibt nur einen Tunnel, und durch den kann ich mit dem Fahrrad nicht durch...

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Blog | by Dr. Radut