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Von Quebrada de la Luna nach Quilino

Dieser Blog-Eintrag hat zwei Tage zum Inhalt. Gestern fuhr ich von Quebrada de la Luna nach Deán Funes, an der RN60 Richtung Norden. Und heute hatte ich einen kurzen Reisetag – von Deán Funes nach Quilino, 28km weiter nördlich.

Wie ich bereits geschrieben habe, erwartete ich, dass die Straße schlecht sein würde, denn ich musste auf der Straße zum Campingplatz weiter fahren. Und die Erwartung war mehr oder weniger 58km auf Straßen ohne Asphalt.

Und meine Erwartungen waren korrekt. Ich stand frueh auf und fuhr von Quebrada um 7:30 Uhr morgens los, denn ich dachte, dass ich bin Deán Funes etwa 6 Stunden brauchen würde, für 58km. Der Campingplatz war auf etwa 1050m Höhe, und während der ersten Kilometer stieg ich auf etwa 1300m auf – manchmal das Fahrrad schiebend, denn die Straße war so schlecht. Kurz nach dem Gipfel nahm ich die Straße nach IschilínRichtung Norden. Auch diese Straße war eine Erdpiste, ohne Asphalt, und mit vielen großen Steinen auf dem Weg. Ich fuhr weiter, manchmal fahrend, manchmal das Fahrrad schiebend, und so ging das mehrere Stunden.

Während des ganzen Weges traf ich niemanden – kein Auto, kein Motorrad, niemand und nichts. Ich traf nur ein paar Kühe die aber – wenn sie mich sahen – sich vom Weg machten. Einige Kilometer vor Ischilin traf ich einen alten Mann auf einem Pferd – wahrscheinlich die beste Art des Transportes, bei dem Zustand der Straße. Ich kam so um 12:30 Uhr mittags in Ischilin an, und die Idee war, dort etwas zu Mittag zu essen. Doch dort gab es nichts und niemanden – alles war geschlossen. Und so entschied ich mich, bis nach Deán Funes weiter zu fahren, 20km mehr, was – bei dem Straßenzustand – etwa 2.5 Stunden bedeutete. Während es am Vormittag bewölkt war, war es das jetzt nicht mehr, und Sonne und Hitze waren ziemlich anstrengend. Ich machte weiter wie am Vormittag – manchmal fahrend, manchmal das Fahrrad schiebend – und kam so um 14:30 Uhr in Deán Funes an. Zunächst fand ich das Ortszentrum nicht, und als ich am Rande der RN60 einen Kiosk sah, hielt ich an, um eine Limonade zu trinken. Der Besitzer des Kiosk gab mir einen Stadtplan und eine Wegbeschreibung zum Campingplatz. Ich fuhr erst einmal zum Campingplatz, wo es ebenfalls ein großes Schwimmbad gab. Nachdem ich mein Zelt aufgebaut hatte ging ich erst einmal ein wenig schwimmen.

Am Nachmittag ging ich – wieder mit dem Fahrrad – ins Zentrum des Ortes (das ich, mit der Karte, auch fand), und aß eine Pizza in einem Café mit Wifi. Doch ich war zu müde um irgendwas zu schreiben... Ich fuhr zurück zum Campingplatz und ging früh schlafen.

 

Am nächsten Tag (heute) stand ich ohne den Wecker meines Handys auf. Ich hatte noch nichts entschieden, und dachte, dass ich entweder noch einen weiteren Tag in Deán Funes bleiben würde, oder nach Quilino weiterfahren würde. Ich entschied mich am Ende, nach Quilino zu fahren, und verließ den Campingplatz um 8 Uhr, um ins Ortszentrum zu gehen. Dort frühstückte ich und schrieb ein paar Emails, und fuhr um kurz vor 9 Uhr los. Nach einigen Tagen in der Sierra de Cordoba war die Straße jetzt wieder flach und gut. Fuer die 28km brauchte ich wenig mehr als eine Stunde, und ich kam in Quilino um kurz nach 10 Uhr an. Ich machte erst einmal eine Runde durch das Dorf, und dann ruhte ich mich auf dem Platz im Ortszentrum aus, und unterhielt mich mit einem Mann aus dem Dorf. Er erzählte mir, dass es dort wenig Arbeit gab – das kann ich mir gut vorstellen. Danach machte ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft, und schließlich fand ich ein Hotel an der RN60 fand.

Ich ruhte mich etwas aus, wusch etwas Wäsche (und meine Sandalen), und färbte mein Haar mit Henna (orange). Für den Rest des Tages werde ich auch nicht mehr viel unternehmen. Heute ist ein Ruhetag, denn morgen muss ich 120km bis nach Recreo fahren.

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Blog | by Dr. Radut