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Tucumán!

Gestern machte ich wieder fast 90km von San Pedro bis zu Las Termas de Rio Hondo. Die ersten 35km der Straße waren recht gut, und ich hielt an einer Tankstelle kurz vor Lamadrid an, um eine kurze Pause zu machen und eine Limonade zu trinken. Danach nach ich die Provinzstraße nach Las Termas, und auch wenn diese asphaltiert war, so war doch zumindest zu Anfang der Asphalt sehr schlecht. Ich war mir noch nicht einmal sicher, ob ich diesen Asphalt einer nicht-asphaltierten Straße wirklich vorzog. Da ich keine gefederte Gabel habe war das doch ziemlich hart für meine Hände.

Zumindest gab es wenig Verkehr, doch der Wind kam jetzt von vorne, was das Radfahren anstrengender machte. Und die Wolken waren mittlerweile verschwunden, so dass es ziemlich heiß wurde.

Nach meinen Karten – sowohl der Papierkarte, als auch nach OpenStreetMap – gab es zwischen Lamadrid und Las Termas de Rio Hondo nichts, doch es gab entlang der Straße doch immer wieder einmal Häuser und sehr kleine Dörfer. Etwa 15km vor Las Termas kam ich durch ein etwas größeres Dorf, und ich hielt an einem Kiosk an, um eine kleine Pause zu machen und eine Limonade zu trinken. Die Hitze war jetzt doch ziemlich anstrengend, und ich hatte noch etwa eine Stunde auf dem Fahrrad vor mir – oder etwas mehr, da ich jetzt doch ziemlich langsam war.

Nach mehr als einer Stunde kam ich schließlich in Las Termas de Rio Hondo an – ein doch sehr touristischer Ort. Es gab eine ganze Menge Hotels im ganzen Ort, und ich ging erst einmal zu einem Restaurant, wo ich eine Limonade trank und Pasta aß. Danach machte ich mich auf die Suche nach einem Campingplatz, und ich fand einen am Ufer des Flusses.

Der Campingplatz war ruhig, doch es kam mir so vor als wenn er von einem Rudel Straßenhunde beherrscht würde – wie überhaupt Las Termas de Rio Hondo. Und dieses Rudel kämpfte um eine Hündin – kreuz und quer über den Campingplatz.

Es war den ganzen Tag über sehr heiß, und auch am Abend kühlte es nicht viel ab – um 22 Uhr waren es wahrscheinlich immer noch um die 30C. Bei den Temperaturen war es schwer zu schlafen, und ich wünschte mir ein Zelt mit Klimaanlage...


 

Heute stand ich wieder um 6:00 Uhr morgens auf, und packte meine Sachen zusammen, um loszufahren. Ich verließ den Campingplatz noch im Dunkeln, und fuhr zu einer Tankstelle im Zentrum von Las Termas de Rio Hondo, um zu frühstücken, und meine Wasserflaschen aufzufüllen. Mir war gesagt worden, dass es zwischen Las Termas und Tucumán nichts geben würde. Ich fuhr so um die 6:40 Uhr morgens los, und für die ersten 35km hatte ich eine ganz gute Geschwindigkeit. Ich hielt an einem Gesundheitszentrum an, denn dort gab es Schatten, um eine Pause zu machen.

Nach kurzer Zeit fuhr ich weiter, und jetzt wurde es langsam heiß. Ich hielt von Zeit zu Zeit an um Wasser zu trinken, und nach etwa 30km hielt ich nach einem Platz Ausschau, um eine weitere Pause zu machen, doch für eine ganze Zeit gab es einfach nichts, auch wenn ich durch kleine Dörfer entlang der Straße kam. So um die 15-20km vor Tucumán sah ich einen Kiosk am Rande der Straße, und ich hielt an. Bisher hatte ich Coca Cola vermieden, doch das war das einzige, dass sie in kleinen Flaschen oder Dosen hatten, und ich brauchte den Zucker...

Nach einer kurzen Pause fuhr ich weiter, und ich kam recht schnell zur Abzweigung nach Tucumán. Die Einfahrt in die Stadt war nicht zu anstrengend, und ich kam recht schnell am Plaza de Independencia an, wo etwas Vor-Karneval stattfand.

Ich war jetzt müde und hungrig, und so blieb ich nicht lange dort, sondern ging zu einem Restaurant in der Nähe, wo ich mal wieder Pasta aß. Danach ging ich zum Tucumán Hostel, wo ich derzeit untergekommen bin. Das Hostel hat einen netten Innenhof, der auch während der Mittagshitze nicht zu heiß ist, und daher ist das ein guter Ort, um die Mittagsstunden zu verbringen, wenn sonst alles geschlossen ist. Und es gibt auch noch einen Swimming Pool weiter hinten.

Tucumán heißt, dass ich jetzt seit Córdoba weitere 725km gefahren bin, falls ich den Daten von Cloudmade trauen kann.

Karte in größerem Maßstab: http://maps.cloudmade.com/?lat=-29.878755&lng=-65.126953&zoom=6&directions=-31.40104,-64.19402,-31.65725,-64.42585,-31.590234076606855,-64.5721435546875,-31.42168,-64.49933,-31.08333,-64.5,-30.780483281706953,-64.50004577636719,-30.580883687221622,-64.36477661132812,-30.42475,-64.34691,-30.22426,-64.49628,-29.27747,-65.06282,-28.63689,-65.13015,-27.95657659786118,-65.16883850097656,-27.68352808378776,-65.22308349609375,-27.50766239596439,-64.86259460449219,-26.83037,-65.20381&travel=car&styleId=1&geocoding=city:san+miguel+de+tucuman;+country:argentina&active_page=0&results_number=10&search_bbox=-27.676839402769925+-65.31440734863281,-27.452227661315074+-64.61814880371094&bbox=-27.676839402769925+-65.31440734863281,-27.452227661315074+-64.61814880371094&opened_tab=1

Zusammen mit den 1047km von Colonia del Sacramento nach Córdoba bin ich damit jetzt insgesamt 1772km in weniger als einem Monat gefahren, wenn ich den 7. Januar – den Tag, an dem ich von Colonia losgefahren bin – als ersten Tag der Fahrradtour zähle. Das sind 1772km in 30 Tagen, oder ein Durchschnitt von 59km (einschließlich der Ruhetage).

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Blog | by Dr. Radut