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Tarazá – Caucasia – Planeta Rica

Heiß, heiß, heiß! Das könnte die Zusammenfassung der letzten zwei Tage sein. Ich brach von Tarazá am Dienstag, 15. August, auf, und folgte dem Rio Cauca flussabwärts. Die Strasse hatte keine nennenswerten Anstiege – nur einige von 20-50m als Konsequenz der Landschaft. Hier gibt es viel Rinderhaltung und ab und an ein Dorf. Ich hielt nach einiger Zeit an, um zu frühstücken, und bereits um 11 Uhr kam ich in Caucasia an (65km).

In Caucasia trank ich erst einmal einen Fruchtsaft mit Milch (ähnlich einem Milkshake), und ruhte mich etwas aus, bevor ich mir ein Hotel suchte. Ich fand schliesslich ein akzeptables Hotel (Hotel Colonial) in der Nähe des Rio Cauca im Zentrum der Stadt.

Nach einer Dusche machte ich wieder einen kleinen Spaziergang, und in einer kleinen Bar am Flussufer erlaubte ich mir ein Bier. Die Besitzerin erzählte mir von den wirtschaftlichen Problemen der Region, und der Abbau von Gold und Silber (häufig illegal) ist eine wichtige Einkommensquelle. Sie beschwerte sich über die Regierung, die Polizei, und die multinationalen Bergbaukonzerne. Doch das Thema ist komplex, und der Gold- und Silberabbau hat schwerwiegende ökologische Konsequenzen (auf Spanisch): http://colombia2020.elespectador.com/territorio/mineria-y-contaminacion-de-rios-las-violencias-invisibles-en-el-bajo-cauca. Gleichzeitig ist der illegale Goldabbau manchmal (häufig?) auch mit kriminellen Banden verbunden (auf Spanisch: https://www.las2orillas.co/brasilero-cavalcante-emporio-mineria-ilegal-choco-cauca-antioqueno/). Das heisst natürlich nicht, dass der legale Abbau von Gold und Silber durch multinationale Konzerne keine Umweltschäden verursacht.

Mit eigenen Augen habe ich davon allerdings nichts gesehen.

Am nächsten Tag brach ich wieder um 6:00 Uhr auf (das ist schon fast Gewohnheit) für die 65km nach Planeta Rica. Die Strasse war jetzt noch mehr eben, und es ging ziemlich geradeaus, was bedeutete, dass die LKWs jetzt mit hoher Geschwindigkeit vorbeizischten (von den grossen Städten entfernt besteht der Verkehr im wesentliche aus LKWs, Autobusses und Motorrädern – es gibt nur wenige private PKWs). Und ausserdem gab es ab und an Strassenarbeiten. Auch schon fast eine Gewohnheit: ich hielt für ein Frühstück an, und kam um 11:00 Uhr in Planeta Rica an. Ich fand ein akzeptables Hotel (Hotel Casa Estrella) im Ortszentrum, und ruhte mich etwas aus.

Planeta Rica ist ein Dorf, oder vielleicht mehr eine Kreuzung (hier zweigt die Strasse nach Monteria von der Strasse nach Sincelejo und Cartagena ab). In Planeta Rica gibt es wenig zu tun. Ich machte einen kleinen Spaziergang und gönnte mir wieder einen Fruchtsaft, und kehrte zum Hotel zurück um mich auszuruhen.

 



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Blog | by Dr. Radut