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Sicuani – Cusco

Am Sonntag, 31. März, verließ ich Sicuani um nach Urcos zu fahren – etwa 95km. Es war ein Tag mit gutem Wetter, und es ging im wesentlichen bergab – von 3550m auf 3100m. Ich fuhr recht früh los, und legte die ersten 60km bis zum Dorf Cusipata ohne Pause zurück. Als ich dort Pause machte und eine Limonade trank, kamen drei Radfahrer an – Rob, mit dem zusammen ich von Tupiza nach Potosi gefahren bin, und ein Paar aus Holland. Wir grüßten uns und fuhren zusammen weiter bis nach Urcos.

Urcos ist ein Dorf etwa 47km von Cusco entfernt, und am Tag unserer Ankunft war gerade Markt (wahrscheinlich der übliche Sonntagsmarkt), und so waren viele Leute auf der Straße. Wir suchten uns eine Unterkunft, duschten, und machten uns auf die Suche nach einem Mittagessen, was gar nicht so einfach war – es war etwas zu spät für ein Mittagessen. Am Ende waren wir aber erfolgreich, und nach dem Mittagessen gingen wir zu einem See am Rande vom Urcos, um dort den Nachmittag zu verbringen und Mangos zu essen.

 

Am nächsten Tag frühstückten wir auf dem zentralen Platz, und danach machten wir uns auf den Weg nach Cusco. Es gab viel Verkehr – vielleicht, weil es Montag war – doch zumindest war die Strecke bis zum Dorf Huacarpay landschaftlich schön. Nach dem Dorf begannen die Vororte Cuscos – mit viel Verkehr, einiger Industrie und anderer Gewerbebetriebe, und all das mit einem Anstieg bis zum Zentrum von Cusco. Die letzten 15km bis Cusco waren hässlich und anstrengend. Schließlich kamen wir am Hostal Estrellita an, ein Hostal, das bei FahrradfahrerInnen recht beliebt ist, und die Atmosphäre ist sehr freundlich. Wir duschten, und danach gingen wir zum Plaza de Armas, um zu Mittag zu essen.

Auch wenn das historische Zentrum von Cusco sehr schön ist, so gibt es doch zu viele TouristInnen, und fast das gesamte Stadtzentrum ist fast ausschließlich für TouristInnen. Es gibt viele Reisebüros, die Ausflüge oder anderes anbieten, und Leute, die einem „Informationen“ geben wollen, in Wirklichkeit aber eine Ausflug oder sonstwas verkaufen wollen. Es gibt auch viele Frauen, die einem eine Massage verkaufen wollen (und das ist wirklich eine Massage, und keine Prostitution). All das hat mich ganz schön genervt. Das ist die negative Seite der Tourismusindustrie, und Cusco ist nun einmal die am meisten touristische Stadt Perus.

 

Am Nachmittag gingen wir zur zentralen Markthalle Cuscos, um dort Gemüse und andere Sachen für unser Abendessen einzukaufen. Es gab dort weniger Touristinnen (wir waren relativ spät), und wir kauften ziemlich viel Essen ein. Wir kehrten zum Hostal zurück um zu kochen, und wir aßen ziemlich viel (und gut) und hatten auch ein paar Biere.

Heute ging ich zuerst in die Stadt um die Zugtickets von Ollantaytambo (etwa 70km von Cusco) nach Machu Picchu zu kaufen. Es gibt zwei Eisenbahngesellschaften (PeruRail und IncaRail), doch beide sind extrem teuer. Ich musste 105 US$ fuer die Rückfahrkarte bezahlen – und das war die „billigste“ Variante. Danach ging ich zum Büro der regionalen Kulturverwaltung (DRC) um die Eintrittskarte für Machu Picchu zu kaufen – noch einmal 142 Soles (£36), einschließlich des Berges Machu Picchu. Das ist alles extrem teuer, doch es gibt eigentlich keine anderen Optionen. Trotzdem fühlte ich mich wie das Opfer eines legalen Raubes, insbesondere auf Grund der Zugfahrkarte.

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Blog | by Dr. Radut