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Magangué – Mompox – El Banco

Unglücklicherweise schlief ich im Hotel in Magangué nicht gut, und so wachte ich am nächsten Tag ziemlich müde auf. Ich ging zum Bootsanleger um das Boot nach Bodega zu nehmen und dann nach Mompox mit dem Fahrrad weiter zu fahren. Es war ein Montag – aber ein Feiertag, und so waren dort nur wenige Menschen. Ich kam um etwa 6 Uhr morgens am Bootsanleger an, doch das erste Boot fuhr erst um kurz vor 8 Uhr. Diese Boote fahren erst, wenn sie voll sind, und so muss man bei wenig Verkehr eben warten …

Die Überfahrt über den Rio Magdalena dauerte wenig mehr als 15 Minuten. Angekommen in Bodega frühstückte ich erst einmal in einem der Restaurants, und dann machte ich mich an die 40km bis nach Mompox. Die Landschaft ist hier sehr flach, mit viel Wasser (und einer schwülen Hitze). Die Strasse selbst ist etwas erhöht auf einem Damm, doch der Rest ist sehr niedrig, und ich stelle mir vor, dass die Überschwemmungsgefahr auf Grund des Flusses doch recht hoch ist.

 

Mompox ist eine alte Kolonialstadt, und ein grosser Teil des historischen Zentrum ist erhalten. Es gibt dort ausreichend touristische Infrastruktur (viele kleine Hotels, Bars, Restaurants), und tatsächlich war Mompox der erste Ort seit meiner Ankunft in Kolumbien wo ich andere TouristInnen traf (aber niemanden mit Fahrrad). Zum Glück scheint August Niedrigsaison zu sein und so gab es nicht zu viele TouristInnen. Es war auch nicht schwer ein Zimmer in einem der kleinen Hotels (Hotel San Andres – preiswert und freundlich) im Ortszentrum und in der Nähe des Flusses zu finden.

Ich ruhte mich etwas aus und ging dann Mittag essen in einem der Restaurants am Fluss. Ich erlaubte mir einen der Fische aus dem Fluss – vielleicht war das ein Fehler. Danach wartete ich ein wenig um die partiale Sonnenfinsternis zu beobachten, doch auf Grund der Wolken konnte man nicht viel sehen.

Zurück im Hotel fing mein Pech an. Mein Handy hörte plötzlich auf zu funktionieren, nachdem es sich selbst ‘hard-resetted’ hatte. Später ging ich dann wieder aus und trank einen Papaya-Saft mit Milch, und möglicherweise war entweder die Papaya oder die Milch schlecht (seit eines Gewitters in der Nacht davor gab es in Mompox keinen Strom) – ich kriegte ziemlich schnell Magenbeschwerden. Ich versuchte, etwas leichtes zu Abend zu essen, doch in konnte fast nichts essen. Zurück im Hotel musste ich mich schon bald übergeben – ich erbrach wohl den gesamten Papaya-Saft, und hatte auch etwas Durchfall.

Ich verbrachte auch diese Nacht nicht besonders gut, wiederum mit wenig Schlaf, aber zumindest fühlte ich mich bereits wesentlich besser als ich am nächsten Tag aufwachte, auch wenn ich mich etwas schwach fühlte. Ich suchte mir ein leichtes Frühstück – etwas Brot mit Käse – und versuchte erfolglos mein Handy zu reparieren (letztendlich kaufte ich mir ein neues, denn es ist meine Navigationsgerät, Uhr und Wecker, Kamera, und Telefon …). Ich war den ganzen Tag ziemlich müde, und so machte ich nur ein paar kurze Spaziergänge durch das historische Stadtzentrum. Zu Mittag aß ich eine Champignoncremesuppe, und zum Abend gönnte ich mir eine vegetarische Pizza.

Ich entschied mich, am nächsten Tag mit dem Bus nach El Banco zu fahren, um mir eine Nacht mit ausreichend Schlaf zu gönnen. Ich schlief bis 8 Uhr morgens – and fühlte mich wesentlich besser und ausgeruhter als ich aufwachte. Ich verbrauchte einen letzten Vormittag in Mompox und um 12:30 Uhr nahm ich den Bus nach El Banco.

Das Fahrrad im Bus zu transportieren war überhaupt kein Problem – ich musste nicht demontieren. Und ich muss sagen dass ich Glück hatte diesen Teil im Bus zu machen – die Strasse war am Anfang so schlecht, dass der Bus fuer 25km eine Stunde brauchte ...

 

El Banco liegt an einem anderen Arm des Rio Magdalena. Ich suchte zuerst den Bootsanleger, um mich über die Abfahrtzeit des Bootes nach Barrancabermeja am nächsten Tag zu informieren (glücklicherweise fährt es um 8 Uhr und nicht früher), und fand ein Hotel direkt gegenüber (Río Grande Hotel). Ich machte einen kleinen Spaziergang durchs Stadtzentrum und ging dann zum Hotel zurück um mich auszuruhen und etwas zu schreiben.



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Blog | by Dr. Radut