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Don Matias – Yarumal – Tarazá

Am Montag, 15. August, brach ich früh von Don Matias auf. Am Anfang gab es etwas Nieselregen, doch der hörte bald auf. Es war ein Tag mit Wolken und Sonner, und am Nachmittag gab es mehr Sonne. Nach dem Aufstieg bis Don Matias am Vortag dachte ich eigentlich, dass es nicht mehr so viel bergauf gehen würde, doch da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher. Auf Anfang ging es bis auf 2900m hoch, mit einem steileren Anstieg am Anfang, und später war es dann einfacher. Die Landschaft war beeindruckend schön, doch nach dem Aufstieg am Vortag waren meine Beine etwas müde – und der zweite Tag ist immer am Härtesten…

Nach dem ich oben angekommen war ging es über vielleicht 20km wieder bergab, auf etwas mehr als 2000m. Und schon von weiterm konnte ich Yarumal an der Seite eines Berghanges sehen – und leider ging es die letzten 5km wieder bergauf nach Yarumal.

In Yarumal wurde ich von einem Freund eines Freundes eines Freundes empfangen, der mich in sein Haus einlud. Nach eine Dusche und etwas Ausruhen machten wir eine Runde durch das Dorf. Wir tranken ein paar Biere, und trafen noch einige seiner Freunde. Leider war das einzige vegetarische Restaurant des Dorfes geschlossen, und so gingen wir zu einem anderen seiner Freunde, der auch Vegetarier ist und mir ein schmackhaftes Abendessen bereitete. Vielen Dank!

Am nächsten Tag brach ich wieder früh auf – um 6:30 Uhr – für den letzten Bergabschnitt (bis zum Ende meiner Tour, wenn ich nach Bogota hoch muss). Am Morgen war es noch etwas frisch, doch bald kam die Sonne heraus und die Temperatur war sehr angenehm. Es ging auch nicht mehr viel weiter hoch. Nach Las Ventanas began die abfahrt – von 2200m auf wenig mehr als 150m. Es war eine lange Abfahrt, mit ein paar irrelevanten kleineren Aufstiegen zwischendrin, und leider war die Strasse teilweise in einem schlechten Zustand, so dass ich sehr aufmerksam sein musste (und viel bremsen musste). Die Landschaft war wieder beeindruckend schön. Mit dem Abstieg nahm die Temperatur zu, und als ich in Puerto Valdivia am Rio Cauca ankam machte mich die schwüle Hitze doch ganz schön müde. Ein paar Kilometer weiter hielt ich in einem kleinen Restaurant an, um Mittag zu essen – Rührei und Salat – und dann nahm ich die letzten 20km bis Tarazá in Angriff (insgesamt 90km).

In Tarazá kam ich in einem Hotel am zentralen Platz des Städtchens unter (Hotel Metropol), und nach einer Dusche und dem notwendigen Ausruhen machte ich einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Viel gibt es da nicht in dem Ort, der am Fluss mit dem gleichen Namen liegt, der wiederum wenige Kilometer flussabwärts in den Rio Cauca mündet.

Zum Abendessen ging ich in ein Restaurant neben dem Hotel, und die improvisierten mir ein Menü bestehend aus Arepa, Rührei (schon wieder!) und Salat. Ich gehe davon aus, dass ich in diesem Urlaub viel Ei essen werde. Während ich im Restaurant war fing ein heftiges Gewitter an, und auch wenn die Entfernung zwischen Restaurant und Hotel nur etwa 25m war, so reichte das doch aus um nass zu werden.

 



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Blog | by Dr. Radut