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Abancay – Nazca – Palpa

Nach mehr als drei Monaten hat mich endlich in Abancay doch der Durchfall erwischt. Und so entschied ich mich, in der folgenden Nacht von Abancay nach Nazca mit dem Bus zu fahren. Doch das war gar nicht so einfach. Am Morgen ging ich zu Terminal eines Busunternehmen und kaufte eine Fahrkarte für einen Bus um 23:00 Uhr. Doch als ich um 22:00 Uhr beim Terminal ankam, sagten sie mir dort, dass es diesen Bus nicht gäbe. Doch es gab einen anderen Bus um 0:30 Uhr. Also wartete ich, und um 1:30 Uhr kam dann auch der Bus. Zunächst machte der Fahrer Probleme wegen des Transportes des Fahrrades, doch ein Anruf bei einem Verwalter des Busunternehmens löste schließlich das Problem. Ich kam so gegen 10 Uhr am nächsten Morgen in Nazca an, und war ziemlich müde. Ich suchte mir erst einmal eine Unterkunft und ruhte mich dann aus.

Im Hostel traf ich eine Gruppe von MusikerInnen aus Argentinien, Chile, Venezuela und was weiß ich welchem Land noch, die durch Lateinamerika reisten und dabei mir ihrer Musik das nötige Geld verdienten, sowie einen deutschen Rucksack-Reisenden. Am Abend kochten wir gemeinsam, und später gingen wir dann in die Stadt – ich aber nur für eine Stunde, denn ich war noch immer zu müde.

 

Am nächsten Tag unternahm ich nicht viel – ich erholte mich noch immer von meinem Durchfall. Ich ging zu einem Internet-Cafe, denn ich hatte mich entschieden, bereits von Lima aus nach Europa zurück zu fliegen, und nicht bis nach Kolumbien mit dem Fahrrad zu fahren. Ich bin etwas müde von der permanenten Suche nach Unterkunft und nach vegetarischem Essen (oder des Fehlens oder der Monotonie vegetarischem Essens), und ich denke, dass es da besser ist, nach vier Monaten Reise nach Europa zurück zu kehren, und nicht weiter zu fahren, wenn ich es nicht mehr wirklich genießen kann. Und so suchte ich auf der Internet-Seite von British Airways nach einem Flug von Lima nach Madrid, den ich mit meinen Airmiles bei British Airways buchen konnte. Ich fand einen Flug am 4. Mai, und so wird meine Radtour durch Lateinamerika am 4. Mai in Lima enden.

 

Heute fuhr ich – mit dem Fahrrad – von Nazca nach Palpa, 50km durch die peruanische Wüste. Es war ziemlich heiß. Ich fuhr erst bis zu einem Aussichtsturm über die Nazca-Linien, konnte aber auf Grund meiner Höhenangst nicht bis auf die Plattform hoch gehen (und so klappte das mit einem Foto nicht). Danach fuhr ich weiter bis zum Dorf San Pablo, wo es das Maria-Reiche-Museum gibt, das der deutschen Wissenschaftlerin gewidmet ist, die viel zu den Nazca-Linien geforscht und für deren Schutz und Erhaltung gearbeitet hat. Dort traf ich zwei andere RadfahrerInnen – ein Paar aus Lima – und wir unterhielten uns fuer eine Weile. Sie machten eine wesentlich kürzere Tour – von Lima nach Nazca.

Ich fuhr weiter durch die Wüste bis kurz vor Palpa, wo es in der Naehe der Panamericana einige zoomorphische und antropomorphische Bilder aus der Paracas-Kultur von ca. 600-100 Jahren vor Null gibt – viele Jahrhunderte vor den Nazcas.

Nach einer weiteren halben Stunden auf dem Fahrrad durch die Wüste kam ich in Palpa an, dass in einem Flusstal liegt, so dass es dort Ackerbau gibt, insbesondere den Anbau von Früchten (Orangen, Mangos, und anderes).

Ich suchte mir eine Unterkunft (Hospedaje Claudia, direkt an der Panamericana), und ruhte mich aus. Am Nachmittag machte ich einen kleinen Spaziergang durch das Dorf, und ging dann zum Hostel zurück, um meinen Blog zu aktualisieren.

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Blog | by Dr. Radut